Gütesiegel soll seriöse Internet-Apotheken kennzeichnen

Beim Bestellen von Medikamenten über das Internet können Verbraucher die Seriosität des Anbieters anhand eines Gütesiegels prüfen. Das Siegel des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) in Salzkotten (Nordrhein-Westfalen) erhalten nur Betriebe, die behördlich zugelassen sind und sich schriftlich zur Einhaltung des deutschen Arzneimittelgesetzes verpflichtet haben, erläutert BVDVA-Sprecherin Kerstin Kilian.
Das gelte auch für Anbieter mit Sitz im Ausland. Das ovale Zeichen mit einem grünen Häkchen und dem Schriftzug "BVDVA geprüft" stehe zudem dafür, dass die Betriebe eine pharmazeutische Beratung per Telefon in deutscher Sprache anbieten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hatte vor Fälschungen des Präparats Tamiflu aus dem Internet gewarnt.
Quelle: dpa


Mediziner: Weniger Bauchfett schützt vor Diabetes

Die effektivste Maßnahme gegen Herkreislauferkrankungen und Diabetes vom Typ 2 ist die Reduzierung von Bauchfett. Entscheidend sei nicht die Menge des abgebauten Körperfettes, sondern an welcher Stelle der Patient es loswerde, sagte Prof. Andreas Fritsche von der Universität Tübingen.
"Absaugen kann man dieses Fett nicht, denn es lagert sich oft an den inneren Organen ab", erläuterte Fritsche auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Hamburg. Fett produziere Hormone und Entzündungsbotenstoffe, die Herz und Stoffwechsel schädigen. Bewegung und die Ernährung mit vielen Ballaststoffen sei die richtige Strategie zur Verringerung des Fettgewebes.
Quelle: dpa


Ex-Raucher müssen nicht zunehmen - Sport hilft

Wer mit dem Rauchen aufhört, muss nicht zwangsläufig an Gewicht zunehmen. "Bei Hungerattacken sollten Sie Wasser trinken oder rohes Obst und Gemüse essen", rät Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Abteilung Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Zudem helfen Nikotinersatzstoffe in Kaugummis, Lutschtabletten oder Pflaster gegen die für viele Ex- Raucher normalen Heißhungerattacken. Die Medizinerin berät Betroffene am deutschlandweiten Rauchertelefon des Krebsforschungszentrums. Sie werde oft nach Strategien gegen die Gewichtszunahme gefragt: "Das ist eine sehr gefürchtete Nebenwirkung."
Im Durchschnitt nehmen ehemalige Raucher zwei bis vier Kilo zu, wenn sie dem Laster abschwören. "Wenn sich der Organismus nach ungefähr drei Monaten an den neuen Zustand gewöhnt hat, reguliert sich das aber wieder", sagt die Medizinerin Susan Collins vom Arbeitskreis Raucherentwöhnung der Universität Tübingen. Auch Sport hilft gegen die ungewollten Kilos. Das Rauchen an sich verbrennt bis zu 200 Kilokalorien am Tag. Diese sollten Ex-Raucher jetzt auf dem Fahrrad oder beim ausgiebigen Spaziergang verbrauchen, rät Collins. Ob und wie viel Raucher nach dem Aufhören zunehmen, hängt aber auch immer von der Veranlagung ab. "Manche Menschen nehmen gar nicht zu."
Problematisch wird es nach den Erfahrungen der Medizinerin Pötschke-Langer, wenn Raucher insbesondere deswegen zur Zigarette greifen, damit sie dünn bleiben. Gerade junge Frauen versuchen auf diesem Wege, ihr Gewicht niedrig zu halten und Hungergefühle zu unterdrücken, erzählt Pötschke-Langer. "Das ist für den Körper desaströs." Betroffene sollten professionelle Hilfe aufsuchen und sich mit fachkundiger Unterstützung das Rauchen abgewöhnen. "Lieber zwei bis drei Kilo Gewicht mehr als täglich die vielen Gifte der Zigarette."
Quelle: dpa


Auch über Tiefkühlkost können Krankheitserreger übertragen werden

Auch in Tiefkühlkost können Krankheitserreger stecken. Durchfall-Erreger wie das Norovirus können durch kontaminierte Speisen übertragen werden und sind äußerst temperaturresistent, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden. "Sowohl in nicht ausreichend gegarten Speisen als auch im tiefgefrorenen Zustand bleiben viele dieser gefährlichen Keime vermehrungsfähig und können so Erkrankungen auslösen", erklärt Wolfgang Jilg, Mikrobiologe an der Universität Regensburg.
Für Konsumenten sei es allerdings schwer, infizierte Speisen von keimfreier Ware zu unterscheiden. So werde ein Ausbruch von Durchfallerkrankungen in einer Hamburger Firmenkantine Anfang des Jahres mit dem Verzehr von Brombeer-Joghurt und Eiskonfekt in Verbindung gebracht. Sie waren mit gefrorenen Brombeeren zubereitet worden, die offenbar mit Noroviren infiziert waren. Noroviren können schwere Durchfallerkrankungen auslösen und werden auch von Mensch zu Mensch weitergeben werden.
Mehr Infos unter http://www.internisten-im-netz.de/.
Quelle: dpa


Weit mehr als die Hälfte der Deutschen ist wetterfühlig

Weit mehr als die Hälfte der Bundesbürger reagiert sensibel auf wechselhaftes Wetter. Bei einer repräsentativen Studie des Instituts für Rationelle Psychologie aus Stuttgart bezeichneten sich 59 Prozent der Befragten als wetterfühlig. In Aufrag gegeben hatte die Studie die in Hamburg erscheinende Zeitschrift "Young Nurse" der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.
Rund 38 Prozent aller Befragten und somit etwa zwei Drittel der Wetterfühligen hat bei jedem Umschwung körperliche oder psychische Probleme - Müdigkeit, Kopfschmerzen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder auch schlechte Laune. Jedem fünften Befragten (21 Prozent) machen nur extreme Wetterwechsel zu schaffen. Frauen sind generell empfindlicher: Von ihnen zählen 68 Prozent zu den Wetterfühligen, von den Männern nur 49 Prozent. Befragt wurden 3393 Personen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren.
Quelle: dpa

 

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